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Einsatzbereiche

Atemschutzmasken und Filter nach Einsatzbereich

Ob Metall schleifen, Trockenbau, Lackieren oder Reinigen: Welche Atemschutzmaske und welcher Filter infrage kommen, hängt von den Schadstoffen und den Arbeitsbedingungen ab. Entdecken Sie typische Einsatzbereiche für AirGuard-Pro Atemschutzmasken und Filter. Die Anwendungsbeispiele zeigen mögliche Kombinationen und erklären, worauf es bei der Auswahl ankommt: Schadstoffart, Konzentration und erforderliches Schutzniveau.

Die Anwendungsbeispiele dienen der Orientierung und ersetzen keine Gefährdungsbeurteilung. Sicherheitsdatenblätter liefern Informationen zu den verwendeten Stoffen. Die tatsächliche Schadstoffkonzentration am Arbeitsplatz muss gesondert ermittelt werden. Beachten Sie bei der Auswahl die Einsatzbedingungen und die Gebrauchsanweisungen von Maske und Filter.

Mitarbeiter mit Atemschutz-Vollmaske in einer MetallwerkstattKI-bearbeitet

Schwerpunktthema

Asbest-Arbeiten nach TRGS 519

Asbest ist krebserzeugend, Arbeiten daran sind streng geregelt. Atemschutz ist ein Baustein neben Technik, Qualifikation und Dekontamination. Hier steht, was die TRGS 519 verlangt und wo unsere Geräte passen und wo nicht.

  1. 01

    Die Regeln

    Gefahrstoffverordnung und TRGS 519 für Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Die TRGS 517 gilt stattdessen für potenziell asbesthaltige mineralische Rohstoffe, etwa im Steinbruch oder Recycling.

  2. 02

    Risikobereiche

    Niedrig, mittel, hoch nach Faserkonzentration. Davon hängen Zulassung des Betriebs, Anzeige und Qualifikation ab: sachkundige Aufsicht, fachkundige Beschäftigte.

  3. 03

    Atemschutz je Konzentration

    FFP2 bei 10.000 bis 100.000 Fasern je m³, FFP3 bis 300.000, darüber Gebläsegerät. FFP-Masken höchstens zwei Stunden je Schicht. Maßgeblich ist die aktuelle TRGS 519.

  4. 04

    Was wir nicht versprechen

    AirGuard Pro bewirbt keine Geräte für die Sanierung im hohen Risikobereich. Gebläse- und Isoliergeräte führen wir nicht. Welche Geräte in Frage kommen, klärt die Beratung.

Asbest-Arbeiten dürfen nur Betriebe und Beschäftigte mit der vorgeschriebenen Qualifikation ausführen. Die Angaben zu den TRGS beruhen auf der Ausgabe 2014 und den Darstellungen der Berufsgenossenschaften, die TRGS 519 wird an die geänderte Gefahrstoffverordnung angepasst. Prüfen Sie die aktuell gültige Fassung. Mehr im Ratgeber

Metallbau, Werkstatt, Instandhaltung

Metall schleifen, trennen und entrosten

Winkelschleifer, Schleifband oder Drahtbürste an Stahl, Rost und beschichteten Teilen.

In der Luft
Schleifstaub und Rostpartikel, feste Partikel ohne Gase.
Warum diese Auswahl
Gegen Staub reicht ein Partikelfilter. Die Halbmaske mit P3-Filter ist bis zum 30-Fachen des Arbeitsplatzgrenzwerts zulässig. AGP3R1 ist eine flache Filterscheibe, AGP3R2 hat ein Glasfaser-Filtermedium im Kunststoffgehäuse.

Darauf achten

  • Funken und Späne: Der Partikelfilter ersetzt weder Gesichts- noch Augenschutz. Wer Augen und Gesicht schützen muss, nimmt die Vollmaske AG700.
  • Alte Beschichtungen können Blei oder Chrom(VI) enthalten. Dann gelten zusätzliche Regeln, die Auswahl nur mit Fachberatung.

Bau, Ausbau, Renovierung

Trockenbau, Spachtel, Putz und Mörtel schleifen

Spachtelmasse und Putz schleifen, Mörtel mischen, Gipsplatten bearbeiten.

In der Luft
Mineralischer Feinstaub ohne Gase.
Warum diese Auswahl
Auch hier genügt ein P3-Filter an der Halbmaske. Der flache AGP3R1 stört bei Arbeiten über Kopf weniger als ein Filter im Gehäuse.

Darauf achten

  • Quarzhaltiger Feinstaub, etwa beim Trennen von Beton oder Naturstein, ist krebserzeugend. Dafür gelten besondere Regeln: Auswahl mit Fachberatung.
  • Enthält ein Material nach dem Sicherheitsdatenblatt zusätzlich flüchtige Stoffe, braucht es einen Kombifilter.

Karosserie, Lackiererei, Tischlerei

Lackieren mit lösemittelhaltigen Lacken

Spritzen oder Streichen mit Lacken und Verdünnern, außerhalb oder neben einer Kabine.

In der Luft
Lösemitteldämpfe (organische Dämpfe, Typ A) und Lacknebel (Partikel).
Warum diese Auswahl
Der Kombifilter A1E1P3 R D bindet organische Dämpfe in Aktivkohle und hält zugleich den Lacknebel mit einem P3-Filter zurück. Klasse 1 gilt bis 0,1 Vol.-% Gaskonzentration, die Halbmaske bis zum 30-Fachen des Grenzwerts.

Darauf achten

  • Typ A schützt nur gegen organische Stoffe mit Siedepunkt über 65 °C. Für flüchtigere Stoffe hat das Sortiment keinen Filter.
  • Zweikomponentenlacke können Isocyanate enthalten: Angaben im Sicherheitsdatenblatt prüfen und die Auswahl mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit abstimmen.
  • Gasfilter nach Wechselplan tauschen, spätestens bei Geruch, Geschmack oder Reizung.

Bau, Industrieboden, Modellbau

Bodenbeschichtung, Kleben und Harze verarbeiten

Epoxidharz, lösemittelhaltige Kleber und Grundierungen verarbeiten, auch in Innenräumen.

In der Luft
Lösemitteldämpfe, beim Anschleifen zusätzlich Staub.
Warum diese Auswahl
Ein Filter mit Typ A schützt gegen die Dämpfe, ein P3-Anteil zusätzlich gegen Schleifstaub beim Anschleifen. In Räumen mit schlechter Lüftung oder bei stark reizenden Dämpfen ist die Vollmaske AG700 sinnvoll, weil sie auch die Augen schützt.

Darauf achten

  • In engen oder schlecht belüfteten Räumen kann der Sauerstoffgehalt sinken. Ist das nicht sicher auszuschließen, darf kein Filtergerät verwendet werden.
  • Lüftung und Absaugung gehen vor: Atemschutz ist die letzte Stufe der Schutzmaßnahmen.

Gebäudereinigung, Schwimmbad, Lebensmittelbetrieb

Reinigen und Entkalken mit sauren oder chlorhaltigen Mitteln

Entkalker, Säurereiniger und Chlorprodukte ansetzen und anwenden.

In der Luft
Saure Gase wie Chlorwasserstoff (Typ E), Chlor und andere anorganische Gase (Typ B).
Warum diese Auswahl
Typ E bindet saure Gase wie Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid, Typ B anorganische Gase wie Chlor. Der A1B1E1K1-Gasfilter AGABEKK1 deckt beides ab. Für reine Säuredämpfe genügt auch der AGA1E1.

Darauf achten

  • Chemikalien nie mischen: Säure und Chlorreiniger setzen Chlorgas frei. Das gehört in die Unterweisung, nicht in den Filter.
  • Bei Störfällen oder unbekannter Konzentration ist ein Filtergerät nicht zulässig.

Landwirtschaft, Tierhaltung

Stallarbeit und Umgang mit Futter

Ausmisten, Einstreuen, Futter umfüllen in Ställen mit spürbarem Ammoniakgeruch.

In der Luft
Ammoniak (Typ K) und organischer Staub, auch mit Schimmelpilzsporen.
Warum diese Auswahl
Der Kombifilter A1B1E1K1P3 R D enthält Typ K gegen Ammoniak und einen P3-Filter gegen Staub, so deckt ein Filterpaar beides ab.

Darauf achten

  • Güllegruben, Silos und Behälter: Hier kann Sauerstoff fehlen oder Schwefelwasserstoff in hoher Konzentration auftreten. Ein Filtergerät ist dort nicht erlaubt, nötig ist ein Isoliergerät.
  • Krankheitserreger und sensibilisierende Stäube gehören in die Gefährdungsbeurteilung des Betriebs.

Kältetechnik, Lebensmittelindustrie

Wartung an Kälteanlagen mit Ammoniak

Arbeiten an Anlagen, bei denen kleine Leckagen oder Restgas auftreten können.

In der Luft
Ammoniak (Typ K) in höherer, aber bekannter Konzentration.
Warum diese Auswahl
Die Vollmaske AG700 ist bis zum 400-Fachen des Grenzwerts zulässig und schützt Augen und Gesicht. Die RD40-Gasfilter der Klasse 2 sind bis 0,5 Vol.-% Gaskonzentration zulässig und damit für höhere Konzentrationen vorgesehen als die Bajonettfilter der Klasse 1.

Darauf achten

  • Nur bei bekannter Konzentration. Bei einer größeren Freisetzung oder unbekannten Verhältnissen ist ein Filtergerät nicht zulässig.
  • Gasfilter sind nach Wechselplan zu tauschen, auch wenn sie noch nicht aufgebraucht wirken.

Rückbau, Industrie, Gebäudereinigung

Stark staubige Arbeiten und Reinigung nach Bauarbeiten

Aufräumen und Ausfegen in dichtem Staub, Entleeren von Staubsammlern, Arbeiten mit Augenschutzbedarf.

In der Luft
Feinstaub in hoher Konzentration ohne Gase.
Warum diese Auswahl
Liegt die Staubkonzentration über dem 30-Fachen des Arbeitsplatzgrenzwerts oder sollen die Augen geschützt werden, ist die Vollmaske AG700 mit P3-Filter die richtige Wahl: zulässig bis zum 400-Fachen. AGP3R sitzt einzeln mittig am RD40-Gewinde, AGP3R1 und AGP3R2 paarweise seitlich am Bajonett.

Darauf achten

  • Asbest und andere krebserzeugende Stäube verlangen besondere Verfahren: Auswahl nur mit Fachberatung.
  • Über dem 400-Fachen des Grenzwerts ist kein Filtergerät zulässig.

Wann ein Filter nicht genügt

  1. 01

    Sauerstoff unklar oder zu niedrig

    Filter liefern keinen Sauerstoff. In Behältern, Gruben, Schächten und engen Räumen braucht es ein Isoliergerät. Die Gebrauchsanweisungen nennen mindestens 19,5 Vol.-%.

  2. 02

    Stoff oder Konzentration unbekannt

    Ohne Angabe im Sicherheitsdatenblatt oder eine Messung gibt es keine begründete Filterwahl.

  3. 03

    Asbest, krebserzeugende und radioaktive Stoffe, Krankheitserreger

    Hier gelten zusätzliche Regeln, zum Beispiel die TRGS 519. Die Auswahl gehört in die Gefährdungsbeurteilung mit Fachberatung.

  4. 04

    Kohlenmonoxid, nitrose Gase, Quecksilber, flüchtige organische Stoffe

    Das AirGuard-Pro-Sortiment hat dafür keine Filter (CO, NO-P3, Hg-P3, AX).

  5. 05

    Konzentration über dem Schutzniveau

    Halbmaske bis zum 30-Fachen, Vollmaske bis zum 400-Fachen des Arbeitsplatzgrenzwerts. Gasfilter zusätzlich nur bis zur Grenze ihrer Klasse.

Mehr zur Auswahl: Den richtigen Atemschutzfilter wählen, Filterklassen und Farben und Halbmaske oder Vollmaske. Alle Filter im Überblick: Atemschutzfilter.

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