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Ratgeber

Dichtsitz prüfen und Fit-Test bei Atemschutz

Eine Maske schützt nur, wenn sie dicht sitzt. Hier steht, was die DGUV Regel 112-190 zur Passform verlangt, wie sich qualitative und quantitative Prüfung unterscheiden und was Sie bei jedem Anlegen selbst tun können.

Stand 6. Oktober 2026, DS SafetyWear Arbeitsschutzprodukte GmbH

Warum der Dichtsitz entscheidet

Nach der DGUV Regel 112-190 bietet ein Atemschutzgerät mit dichtem Atemanschluss nur dann wirksamen Schutz, wenn der Atemanschluss der tragenden Person passt. Passt er nicht, strömt Luft an der Dichtlinie vorbei, ungefiltert. Das gilt für Einwegmasken, Halbmasken und Vollmasken.

Anpassungsüberprüfung: die Vorgabe

Die Regel sieht vor, dass die Passform vor dem erstmaligen Gebrauch unter Anleitung einer dafür ausgebildeten Person überprüft wird. Im gewerblichen Bereich übernehmen das befähigte Personen für die Anpassungsüberprüfung. Bei einem Wechsel von Modell oder Größe oder bei Veränderungen im Gesicht, zum Beispiel durch Narben oder starke Gewichtsveränderung, sollte sie erneut erfolgen.

Qualitativ oder quantitativ

Welches Verfahren die Gefährdungsbeurteilung vorsieht, entscheiden Sie mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit.
VerfahrenSo funktioniert esHinweis
QualitativDie Person nimmt einen Prüfstoff über Geruch oder Geschmack wahr, wenn die Maske undicht ist. Bewertet wird, ob sie den Stoff bemerkt.Einfach, ohne Messgerät. Setzt voraus, dass die Person den Prüfstoff wahrnehmen kann.
QuantitativEin Messgerät bestimmt den Fit-Faktor, das Verhältnis der Partikelzahl außen zu innen.Messbar und dokumentierbar. Bei Feuerwehren gilt die quantitative Prüfung von Vollmasken laut DGUV als zusätzliche Maßnahme, etwa bei wiederholten Undichtigkeiten.

Für quantitative Prüfungen nach ISO 16975-3 nennt eine Zusammenstellung der BGN erforderliche Fit-Faktoren: 100 bei Halbmasken, 2.000 bei Vollmasken.

Was Sie bei jedem Anlegen selbst tun

  1. Maske nach der Gebrauchsanweisung aufsetzen, Bänder fest, aber nicht schmerzhaft.
  2. Bei Einwegmasken den Nasenbügel an die Nase formen. Siehe FFP-Maske richtig aufsetzen.
  3. Dichtsitzprüfung durchführen, wie sie die Gebrauchsanweisung beschreibt, und bei Undichtigkeit neu aufsetzen.
  4. Bart, Koteletten und Brillenbügel dürfen die Dichtlinie nicht stören. Siehe Dichtsitz und Bart.

Passform bei den Masken

Die Vollmaske AG700 und die Halbmaske AG360 gibt es für verschiedene Gesichter nach den Angaben der Gebrauchsanweisung. Bei Einwegmasken wie 6201 und 6311 prüfen Sie den Sitz bei jedem Anlegen. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Modell passt, hilft der Atemschutz-Finder.

Häufige Fragen

Muss der Dichtsitz geprüft werden?

Die DGUV Regel 112-190 sieht eine Überprüfung der Passform vor dem erstmaligen Gebrauch durch eine ausgebildete Person vor. Zusätzlich gehört die Dichtsitzprüfung beim Anlegen nach der Gebrauchsanweisung zum Gebrauch.

Was ist ein Fit-Test?

Ein Verfahren, das prüft, ob eine Maske zur Gesichtsform passt. Es gibt qualitative Verfahren über Geruch oder Geschmack und quantitative mit Messgerät.

Wie oft muss man den Fit-Test wiederholen?

Eine feste Frist nennt die Regel nicht pauschal. Bei einem Wechsel von Modell oder Größe und bei Veränderungen im Gesicht ist er erneut sinnvoll. Legen Sie das in der Gefährdungsbeurteilung fest.

Reicht ein Bart bei einer FFP-Maske?

Nein. Bart und Koteletten im Bereich der Dichtlinie verhindern den dichten Sitz. Siehe Dichtsitz und Bart.

Quellen

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